Was ist Kontemplation?

Meditationsraum im Treffpunkt

Kontemplation im Verständnis der via integralis

Kontemplation öffnet in unserer eigenen Tiefe einen Begegnungsraum mit dem Göttlichen. Kontemplation ist Gebet und Übung und WEG in einem. Das Wesentliche geschieht im Schweigen, wenn menschliches Wollen und Wissen-Wollen verstummt und unsere reine Präsenz in die Gegenwärtigkeit des Ewigen hinein erwacht. Was hier geschieht, ist unverfügbar Geschenk.

Die Praxis der Kontemplation setzt in gleicher Weise Treue zur Übung und Offenheit für das Ankommende voraus. Ein alter Meister sagt:
„Der WEG, der dir gezeigt wird, ist nicht weit. Du musst deinem Gott nur bis zu dir selbst entgegengehen.“

Via Integralis orientiert sich an den Zeugnissen christlicher Mystik und praktiziert zugleich als kontemplatives Setting das Zazen aus dem Zen-Buddhismus. Beide Traditionen werden im Licht moderner Einsichten von Psychologie und Bewusstseinsforschung integrativ verbunden.

Sitzhaltung und Rituale des Zazen sind uns als „Geschenk östlicher Spiritualität an die Menschheit“ (Yamada Roshi) überliefert. Sie helfen uns, Körper, Seele und Geist zu reinigen und zur Einheit zu führen. Im „Reinen Sitzen und wacher Präsenz“ dringen wir bis zu jener Schwelle vor, auf der wir unmittelbar die Erfahrung „verkörpern“, von der Paulus spricht: „Tempel des Heiligen Geistes zu sein, der in uns wohnt.“

Jede spirituelle Erfahrung verweist uns zurück auf die Welt, in der wir leben: Unser Alltag ist jener „Marktplatz“, auf dem Gottesbegegnung geschieht.

Weitere Beiträgen mit Hintergrund-Informationen zur via integralis:

Das kontemplative Gebet der Via Integralis

Erleuchtung heisst Dienen

Hugo Enomiya Lassalle

Was ist wirklich