Monate: März 2020

Aus aktuellem Anlass sind alle Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt. In diesen Zeiten erscheint auf dieser Seite wöchentlich ein „Zeiten-Gruß“:

Bild: S.B.

31.März 2020 Noch ist es nicht soweit, dass wir wieder in unserem Zendo Offener Kreis in Stille die Kraft der gemeinsamen Meditation spüren dürfen. Doch, ist diese Kraft an einen Ort gebunden? Immer wieder geschieht es mir, dass ich Euch in diesem Raum spüre und auch andere Menschen. Ich lade sie ein, mit uns zu sitzen. Da sind die in diesen Tagen von Krankheit Belasteten, von Angst um ihre Existenz Geplagten, von Erschöpfung Gezeichneten, die vielen Kinder ohne Schutz. Es sind auch die Mutigen und Tatkräftigen da, und die, die Entscheidungen treffen müssen – alle haben in der grenzenlosen Weite der Stille Platz, die Stille gibt allen ihre Würde und einen tiefen Frieden.

Ich habe begonnen, am Ende der Meditaton vor die Maria zu treten und das Lied aus meiner Kindheit zu beten: „Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus, lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorüber gehen, Patronin voller Güte, uns alle Zeit behüte.“ Vielleicht mag für manche dieser Text und dieses Ritual befremdlich sein. Mich verbindet es mit den Generationen vor mir, die in Bedrängnis so gebetet haben. Ich verbinde mich so mit ihrer Weisheit und Erfahrung. Die Menschheit braucht die gütige Zuwendung und schützende, helfende Hände. Im Buddhismus ist es Kanzeon, die diese Qualität verkörpert.Wir können uns ausrichten auf diese Qualität der selbstlosen Hilfe, die wir bereit sind zu geben, des schützenden Netzes, das wir bilden und vielleicht auch imaginieren, und einer liebevollen und behütenden Präsenz jetzt in diesen unruhigen Tagen.

Es gibt einen buddhistischen Vers, den ich besonders liebe: „Pflaumenblüten am Baum duften im Einklang mit dem Schnee“. Schneebedeckten Blütenzweige wecken in uns das Bild von etwas Störendem, Unzeitgemäßem, Frostigen. Doch die Blüten lehren uns etwas, sie duften weithin und nehmen den schweren kalten Schnee an und machen ihn zu Schmuck. Das gilt auch für uns Menschen, oft machen uns schwierige Situationen seelisch reich und stark.

Wieder lade ich ein zur gemeinsamen Meditation, bei der wir mit vielen anderen meditierenden Gruppen ein Netz bilden über unseren Globus für die Heilung der Menschheit und Erde:    morgens 7.00 – 8.00 Uhr und abends 18.30 – 19.30 Uhr

Buddha-ind-Christus Kamakura24. März 2020 Wieder ist es Dienstag, das abendliche Frühlingslicht gibt der Natur eine besondere Klarheit und Tiefe. Gerade habe ich (G.) das Requiem für Willigis Jäger in Münsterschwarzach mitvollziehen dürfen (youtube). Er war tief verwurzelt im Zen (Bild: Im Garten Zendo Kamakura) und in der christlichen Mystik. In seinem Abschiedsbrief schreibt Willigis: Ich danke, dass ich da sein durfte, in diesem Körper, zu dieser Zeit, an diesem Ort, für die Zeit meines Lebens, für alle Erfahrungen und Begegnungen, für die Erkenntnis meiner selbst, für alle, die den Weg mit mir gingen und für alle, die es schwer hatten mit mir. Und ich danke allen, mit denen ich mich in Liebe verbunden weiß. Der Urgrund, dem wir den Namen Gott gegeben haben, eint uns und alle Formern in LIEBE.

Es berührt mich sehr und ich lade euch ein, jede und jeder für sich, in diesen Dank einzustimmen: „Ich danke, dass ich da sein darf, in diesem Körper, zu dieser Zeit, an diesem Ort….“ Gehen wir tief hinein in das abschließende Bekenntnis von Willigis zu seiner Erfahrung: Der Urgrund, dem wir den Namen Gott gegeben haben, eint uns und alle Formen in Liebe.

Die Verwiesenheit und Ungetrenntheit führt uns das kleine Coronavirus so absolut vor Augen. Das Hineingehen in die Stille führt uns in dieses grenzenlose und bedingungslose Geeintsein in LIEBE.

Möge diese Erfahrung uns in der momentanen Zeit tragen und inspirieren zu dem, was jetzt „notwendig“ ist. Wieder laden wir ein zur gemeinsamen Meditation, bei der wir mit vielen anderen Gruppen ein Netz bilden über unseren Globus für die Heilung der Menschheit und Erde.

morgens 7.00 – 8.00 Uhr und abends 18.30 – 19.30 Uhr

17. März 2020 Wir leben in speziellen Zeiten und die Corona-Pandemie bestimmt das Leben der Menschen global und lokal. Die Chance dieser Krise liegt im Anwachsen unseres Bewusstseins für die EINE WIRKLICHKEIT. Das tiefe innere Wissen um die Einheit allen Lebens und die Verbundenheit mit Erde und Kosmos  will aus der grenzenlosen inneren Mitte heraus in ein unwillkürliches solidarisches Handeln einfließen. Dabei hilft uns die Übung auf dem Weg der Stille, wo wir uns hineinnehmen lassen in diese Mitte und in ihr aufgehoben sind.

Wir, Bernhard und Gabriele, werden zu den gewohnten Zeiten im Zendo Offener Kreis meditieren und laden ein, sich mit uns von zu Hause aus zu verbinden. So bilden wir ein Kraftfeld der Stille, das über uns hinaus wirkt. Nehmen wir auch die Menschen in den Lagern auf Lesbos und in anderen Weltregionen hinein, die keine ausreichende gesundheitliche Versorgung haben.