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Weihnachtsbrief

Liebe Freundinnen und Freunde der Kontemplation,
Liebe Zazen-Praktizierende!

„Ich muß dir immer wieder aufs neue zujubeln, mein Gott: ich bin dir so dankbar, daß du mir ein solches Leben schenken willst.“ (Etty Hillesum, 1942)

Mit diesen Worten aus dem Tagebuch – „Das denkende Herz“ – von Etty Hillesum, grüße ich Euch zur Weihnacht. Der Jubel dieser damals 28-jährigen Jüdin erinnert mich an das „Magnifikat“ von Maria vor 2000 Jahren. Aus ihr brach ein Jubelgesang hervor – so erzählt es die Bibel – in der Begegnung mit Elisabeth, ihrer Base. Diese hatte die tiefe Veränderung von Maria sofort erspürt, erkannt und zugesprochen: „In dir wird Gott geboren.“ Mich berührt diese Begegnung zwischen Elisabeth und Maria schon immer auf besondere Weise.
Weihnachten heißt doch: Die Geburt des Göttlichen Kindes, des Besten in uns, ist möglich, wir dürfen es schon feiern! Es hilft uns in dankbarer Freude zu leben; unabhängig von den Umständen, die wir nicht immer sofort ändern können. Mögen wir bei unseren weihnachtlichen Besuchen und den uns zufallenden menschlichen Begegnungen weit darüber hinaus dieses Göttliche Kind im Menschen suchen, erkennen und feiern.

Danke sage ich für die vielen reichen Begegnungen aus der Stille in diesem Jahr. Sie sind mir Inspiration und Anstöße zum „Aufbrechen“.

„In der Stille wird Gott Mensch“

Ich wünsche Euch ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr,
Gabriele

Auch von Bernhard darf ich grüßen, der noch zur Friedensmeditation auf dem Lindenberg ist.

Veröffentlicht von Gabriele Geiger-Stappel am 25. Dezember 2017